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1A oder 5A Stromwandler wählen

Wer einen Stromwandler auswählt, stößt früher oder später auf die Frage, ob ein Modell mit 1A oder 5A Sekundärstrom verwendet werden sollte. Beide Varianten erfüllen grundsätzlich dieselbe Aufgabe: Sie wandeln hohe Primärströme in einen normierten und für Messgeräte nutzbaren Sekundärstrom um. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede, die bei der Planung einer Messanlage berücksichtigt werden sollten.

Was bedeuten 1A und 5A bei Stromwandlern?

Die Angabe beschreibt den Nennstrom auf der Sekundärseite des Stromwandlers.

Ein Stromwandler mit dem Übersetzungsverhältnis 100/5A liefert bei einem Primärstrom von 100 Ampere einen Sekundärstrom von 5 Ampere. Ein Stromwandler mit 100/1A liefert bei demselben Primärstrom lediglich 1 Ampere. Die erfasste Stromgröße ist identisch, der Unterschied liegt ausschließlich im Ausgangsstrom des Wandlers.

Für die angeschlossenen Messgeräte bedeutet dies, dass diese für den jeweiligen Sekundärstrom ausgelegt sein müssen. Ein 1A-Stromwandler kann daher nicht beliebig an ein 5A-Messgerät angeschlossen werden und umgekehrt.

Warum werden heute häufig 1A-Stromwandler eingesetzt?

In modernen Anlagen kommen zunehmend 1A-Stromwandler zum Einsatz. Der Grund liegt vor allem in den geringeren Verlusten auf den Sekundärleitungen. Da ein geringerer Strom fließt, entstehen auch kleinere Spannungsabfälle und eine geringere Belastung der Anschlussleitungen.

Besonders bei größeren Entfernungen zwischen Stromwandler und Messgerät können diese Vorteile eine Rolle spielen. In Energieverteilungen, Industrieanlagen oder bei Netzanalysatoren wird deshalb häufig die 1A-Technik bevorzugt.

Darüber hinaus lassen sich mit 1A-Stromwandlern oftmals genauere Messergebnisse erzielen, wenn längere Leitungswege unvermeidbar sind.

Warum sind 5A-Stromwandler weiterhin weit verbreitet?

Obwohl die 1A-Technik in vielen Neuanlagen Vorteile bietet, sind 5A-Stromwandler bis heute der klassische Industriestandard. Zahlreiche Bestandsanlagen, Energiezähler, Strommesser und Schutzgeräte wurden für einen Sekundärstrom von 5A ausgelegt.

Bei Modernisierungen ist es daher häufig wirtschaftlicher, die bestehende Infrastruktur weiter zu nutzen. Der Austausch aller Messgeräte wäre in vielen Fällen deutlich aufwendiger als die Verwendung eines passenden 5A-Stromwandlers.

Aus diesem Grund findet man 5A-Stromwandler noch immer in vielen Schaltschränken, Verteilungen und Industrieanlagen.

Welche Variante sollte gewählt werden?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt immer von der vorhandenen Anlage und den eingesetzten Messgeräten ab.

Für Neuanlagen sprechen häufig die geringeren Leitungsverluste und die bessere Eignung für längere Leitungswege zugunsten der 1A-Technik. In bestehenden Anlagen ist dagegen oft ein 5A-Stromwandler die sinnvollere Lösung, da vorhandene Zähler, Messgeräte oder Schutzrelais ohne zusätzlichen Umbau weiter genutzt werden können.

Entscheidend ist letztlich, welche Sekundärstromstärke vom angeschlossenen Gerät unterstützt wird und welche Anforderungen an die Messanlage gestellt werden.

Fazit

Sowohl 1A- als auch 5A-Stromwandler ermöglichen eine präzise Strommessung. Während 5A-Ausführungen nach wie vor in vielen Bestandsanlagen eingesetzt werden, bieten 1A-Stromwandler insbesondere bei längeren Leitungswegen technische Vorteile. Bei der Auswahl sollte deshalb nicht nur der Stromwandler selbst betrachtet werden, sondern immer das gesamte Messsystem aus Stromwandler, Leitungen und angeschlossenen Messgeräten.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Stromwandlern & Messgeräten

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