Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Analogen Messgeräten
Alles was man über Analoge Messgeräte wissen muss
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Analogen Schalttafelmessgeräten
Welche Genauigkeitsklassen haben die Geräte?
Die Genauigkeitsklasse beschreibt die maximale zulässige Messabweichung eines analogen Messgeräts. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal und gibt Aufschluss darüber, wie präzise ein Messwert unter definierten Bedingungen angezeigt wird.
Analoge Strom- und Spannungsmesser entsprechen der Genauigkeitsklasse 1,5 gemäß CEI 60688. Frequenzmesser erreichen die Genauigkeitsklasse 0,5 und ermöglichen damit eine besonders präzise Frequenzanzeige. Bimetall-Messwerke verfügen über die Genauigkeitsklasse 3,0 und eignen sich speziell für Temperaturmessungen, bei denen robuste und zuverlässige Anzeigen gefragt sind.
Die Auswahl der passenden Genauigkeitsklasse hängt von den Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab. In Energieverteilungen, Maschinen und Schaltschränken werden häufig Messgeräte eingesetzt, deren Genauigkeit den Anforderungen der Anlagenüberwachung und Betriebskontrolle entspricht.
Aus welchem Material bestehen die Gehäuse?
Die Gehäuse der analogen Schalttafelmessgeräte werden aus selbstverlöschendem Polycarbonat gefertigt. Das verwendete Material entspricht der Brandschutzklassifizierung UL 94 V-0.
Polycarbonat zeichnet sich durch eine hohe mechanische Festigkeit, gute Alterungsbeständigkeit und eine lange Lebensdauer aus. Gleichzeitig bietet das Material eine hohe elektrische Isolation und eignet sich daher hervorragend für den Einsatz in Schaltschränken und elektrischen Anlagen.
Durch die Verwendung hochwertiger Gehäusematerialien erfüllen die Geräte die Anforderungen moderner Industrie- und Energieverteilungen.
Welche Schutzarten sind verfügbar?
Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Schutzarten zur Verfügung.
Die Standardgehäuse erreichen die Schutzart IP52. Die Anschlussklemmen besitzen standardmäßig die Schutzart IP00, bei Hutschienenmontage beträgt die Schutzart IP20. Mit einer optionalen Klemmenabdeckung vom Typ A96C kann die Schutzart auf IP40 erhöht werden.
Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Staub- und Berührungsschutz steht zusätzlich die Frontabdeckung AKIP65 zur Verfügung, die eine Schutzart von IP65 ermöglicht. Dadurch können die Geräte auch unter anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen eingesetzt werden.
Welche Überlastbarkeit ist vorgesehen?
Analoge Messgeräte müssen kurzzeitige Überlastungen sicher verkraften können. Deshalb sind die Geräte für unterschiedliche Überlastfälle ausgelegt.
Strommesser können kurzzeitig mit dem Zehnfachen ihres Nennstroms für eine Dauer von einer Sekunde belastet werden. Im Dauerbetrieb ist eine Belastung bis zum 1,2-fachen des Nennstroms zulässig.
Spannungsmesser sind für kurzzeitige Überspannungen bis zum Zweifachen der Nennspannung über einen Zeitraum von 0,5 Sekunden ausgelegt. Dauerhaft können sie mit bis zu 1,2-facher Nennspannung betrieben werden.
Diese Eigenschaften erhöhen die Betriebssicherheit insbesondere in Industrieanlagen und Energieverteilungen, in denen vorübergehende Lastspitzen auftreten können.
Welche Einbaulagen sind möglich?
Die Geräte können grundsätzlich sowohl senkrecht als auch waagrecht eingebaut werden. Zulässig sind Abweichungen von ±5° zur vorgesehenen Einbaulage.
Messgeräte ohne spezielles Lage-Symbol bieten zusätzliche Flexibilität und können sowohl senkrecht als auch waagrecht montiert werden. Dies erleichtert die Integration in unterschiedliche Schaltschrank- und Bedienfeldlayouts und ermöglicht eine optimale Anpassung an die jeweilige Einbausituation.
Welche Stromaufnahme haben die Messgeräte?
Die Leistungsaufnahme eines analogen Messgeräts ist ein wichtiger Faktor bei der Planung von Messkreisen und Energieverteilungen.
Die Strommesser weisen abhängig vom Modell eine Leistungsaufnahme von etwa 0,3 bis 1,2 VA auf. Spannungsmesser benötigen typischerweise zwischen 1,5 und 4,0 VA.
Durch die vergleichsweise geringe Stromaufnahme eignen sich die Geräte für den dauerhaften Einsatz in Schaltschränken, Energieverteilungen und industriellen Anlagen.
Welche Sonderausführungen sind möglich?
Für viele Anwendungen können analoge Messgeräte an individuelle Anforderungen angepasst werden.
Möglich sind Skalen mit speziellen Messbereichen, sowohl in linearer als auch in nichtlinearer Ausführung. Ebenso können Farbskalen, Doppelskalen, Firmenlogos oder zusätzliche Beschriftungen realisiert werden.
Darüber hinaus sind Ausführungen mit mittigem Nullpunkt oder unterdrücktem Nullpunkt erhältlich. Für spezielle Anwendungen können außerdem Eichungen für andere Frequenzen, beispielsweise 400 Hz, sowie abweichende Messbereiche umgesetzt werden.
Dadurch lassen sich die Geräte exakt auf die jeweilige Anwendung abstimmen.
Für welchen Temperaturbereich sind die Geräte ausgelegt?
Die Messgeräte sind für den Einsatz in industriellen Umgebungen ausgelegt und können in einem breiten Temperaturbereich betrieben werden.
Der Referenztemperaturbereich liegt zwischen +10 °C und +30 °C. Der zulässige Arbeitstemperaturbereich reicht von –10 °C bis +55 °C. Für Lagerung und Transport sind Temperaturen von –40 °C bis +70 °C zulässig.
Diese Werte ermöglichen den Einsatz der Geräte in zahlreichen Anwendungen des Maschinenbaus, der Energieverteilung und des Schaltschrankbaus.
Welche Zubehörteile sind erhältlich?
Für analoge Schalttafelmessgeräte steht verschiedenes Zubehör zur Verfügung, mit dem Schutzart, Montage und Bedienkomfort angepasst werden können.
Erhältlich sind Klemmenabdeckungen zur Erhöhung des Berührungsschutzes bis IP40, Frontschutzabdeckungen des Typs AKIP65 für Schutzart IP65 sowie Plexiglasabdeckungen mit Schutzart IP54. Zusätzlich stehen Gummidichtungen für Schalttafeleinbauten und passende Blindabdeckungen zur Verfügung.
Das Zubehör ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Umgebungsbedingungen und Einbausituationen.
Welche Skalenarten gibt es?
Je nach Gerätegröße und Anwendung stehen unterschiedliche Skalenvarianten zur Verfügung.
Verwendet werden Standard-Wechselskalen nach DIN 43802. Zusätzlich sind Skalen mit Überlastbereichen von 100 %, 200 % oder 500 % erhältlich.
Die Skalenlänge variiert abhängig von der Gerätegröße. Kleinere Instrumente, beispielsweise im Format 48 × 48 mm, besitzen typischerweise eine 90°-Skala. Größere Geräte wie 96 × 96 mm können mit einer 240°-Skala ausgestattet werden und ermöglichen dadurch eine besonders komfortable Ablesbarkeit.
Welche Typen von Messgeräten sind verfügbar?
Das Sortiment umfasst verschiedene analoge Messgeräte für unterschiedliche Messaufgaben in Industrie, Schaltschrankbau und Energieverteilung.
Verfügbar sind AC-Dreheiseninstrumente mit und ohne Umschalter, AC-Bimetall-Maximum-Anzeiger mit Schleppzeiger sowie AC-Drehspulinstrumente mit Gleichrichter. Für Gleichstromanwendungen stehen DC-Drehspulinstrumente für Strom- und Spannungsmessungen zur Verfügung.
Darüber hinaus sind Zeigerfrequenzmesser, Zungenfrequenzmesser, Drehfeldrichtungsanzeiger, Leistungsfaktormesser sowie Wirk- und Blindleistungsmesser erhältlich. Dadurch kann für unterschiedlichste Messaufgaben die passende analoge Anzeigelösung eingesetzt werden.
Analoge Messgeräte sind in Fachgeschäften für Elektrotechnik oder bei spezialisierten Online-Händlern wie Kreuzer24.de erhältlich.
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